Wie viel ist genug?
Eine einzige offizielle Zahl gibt es nicht. Der britische MoneyHelper empfiehlt drei bis sechs Monate an notwendigen Ausgaben. Das US-amerikanische Consumer Financial Protection Bureau nennt keine Zahl und rät, das Ziel daran auszurichten, was dich frühere Notfälle tatsächlich gekostet haben. In Frankreich empfiehlt die Finanzbildungsseite der Banque de France zwei bis sechs Monatseinkommen, meist drei.
Plane mehr ein, wenn dein Einkommen unregelmäßig ist, du selbstständig bist, allein verdienst oder Angehörige versorgst. Weniger kann reichen, wenn du einen sehr sicheren Job hast und dein Partner ebenfalls verdient.
Klein anfangen
Die ersten paar Hundert zählen am meisten. In der Haushaltsumfrage der Federal Reserve von 2025 gaben 63 % der Erwachsenen in den USA an, eine unerwartete Ausgabe von 400 $ mit Bargeld oder etwas Gleichwertigem decken zu können; die übrigen müssten sich Geld leihen, etwas verkaufen oder könnten nicht zahlen. Ein erstes Ziel von einem Monat an notwendigen Ausgaben, dann drei, hältst du leichter durch als sechs Monate auf einmal.
Wo du ihn parkst
An einem sicheren Ort, getrennt von deinem Alltagskonto und innerhalb weniger Tage verfügbar: auf einem Tagesgeldkonto, das durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt ist (bis 100.000 € pro Kunde und Bank). Nicht in Aktien, die genau dann fallen können, wenn du das Geld brauchst.
Den ganzen Ratgeber findest du hier: So baust du einen Notgroschen auf. Für Ausgaben, die du kommen siehst – etwa die Kfz-Versicherung oder den Schulanfang –, nutze stattdessen zweckgebundene Rücklagen (Sinking Funds).
Über diesen Rechner
Die Schätzung der Monate bis zum Ziel geht davon aus, dass du jeden Monat denselben Betrag sparst, und berücksichtigt keine Zinsen. Nichts, was du eingibst, verlässt deinen Browser.
Häufige Fragen
Soll der Notgroschen das Einkommen oder die Ausgaben abdecken?
Üblich sind die notwendigen Ausgaben: was du zahlen musst, um Wohnung, Essen und Mobilität zu sichern. Nimmst du das Einkommen als Basis, wird das Ziel größer und schützt besser.
Soll ich zuerst Schulden abbezahlen oder den Notgroschen aufbauen?
Viele Fachleute raten zuerst zu einem kleinen Start-Notgroschen, dann zum Abbau hochverzinster Schulden und danach zum vollen Notgroschen – damit dich ein Notfall nicht wieder zur Kreditkarte greifen lässt.
Was zählt als Notfall?
Etwas Notwendiges, Dringendes und Unerwartetes: Jobverlust, eine Arztrechnung, eine unverzichtbare Reparatur. Ein Sonderangebot oder ein Urlaub gehört nicht dazu.