Marge vs. Aufschlag
Beide gehen vom selben Gewinn pro Stück aus, Verkaufspreis − Kosten, teilen ihn aber durch etwas anderes:
- Marge = Gewinn ÷ Verkaufspreis. Sie zeigt, welchen Anteil jedes Verkaufs du behältst.
- Aufschlag = Gewinn ÷ Kosten. Er zeigt, wie viel du auf deinen Einkaufspreis draufgeschlagen hast.
Ein Artikel, der für 12 € eingekauft und für 20 € verkauft wird, bringt 8 €: eine Marge von 40 %, aber einen Aufschlag von 66,7 %. Die beiden zu verwechseln ist der häufigste Fehler bei der Preisgestaltung: 40 % Aufschlag auf 12 € Kosten ergeben 16,80 € – das ist nur eine Marge von 28,6 %.
Preis aus einer Zielmarge
Um eine Marge m zu erreichen, teilst du die Kosten durch (1 − m): Für 40 % Marge auf einen Artikel für 12 € gilt 12 € ÷ 0,6 = 20 €. Umgerechnet wird so: Aufschlag = Marge ÷ (1 − Marge).
Immer vor Steuern rechnen
Umsatz- oder Mehrwertsteuer gehört nicht dir: Du nimmst sie ein und führst sie ab. Rechne Margen mit Preisen ohne Steuer und schlag die Steuer danach auf, um den Ladenpreis zu erhalten.
Bruttomarge ist kein Gewinn
Dieser Rechner liefert die Bruttomarge eines Artikels. Kartengebühren, Versand, Miete und deine eigene Zeit gehen noch davon ab. In den Daten von Aswath Damodaran vom Januar 2026 für in den USA börsennotierte Unternehmen haben Lebensmittelhändler eine Bruttomarge von 26,3 %, aber eine Nettomarge von nur 1,3 %.
Den ganzen Ratgeber findest du hier: Gewinnmarge berechnen.
Häufige Fragen
Was ist eine gute Gewinnmarge?
Das hängt von der Branche ab. Vergleiche dich mit Betrieben wie deinem und denk daran: Auch hinter einer hohen Bruttomarge kann sich ein Verlust verbergen, sobald Gebühren und Fixkosten bezahlt sind.
Wie rechne ich Aufschlag in Marge um?
Marge = Aufschlag ÷ (1 + Aufschlag). 50 % Aufschlag entsprechen 33,3 % Marge; 100 % Aufschlag entsprechen 50 % Marge.
Gehören Versandkosten zu den Kosten?
Ja, wenn du sie zahlst, um den Artikel ins Lager zu bekommen: Zu den Kosten gehört alles, was du bezahlt hast, bis er verkaufsbereit ist.